Es war, als würde man gegen eine Wand laufen. Wieder und wieder und immerwieder. Und man war nicht sicher, ob man weiter machen sollte… oder der Wand nicht lieber den Rücken kehren.
Es war, als würde man eine Richtung suchen. Eine Mitte. Einen Kern. Doch statt ihn zu finden, sprang man stets hin und her. Und hin und her. Immer weiter hin und her. Pendelte zwischen der Suche nach Tiefe und der Suche nach Weite. Nach Ernst und nach Leichtigkeit. Nach Struktur und nach Chaos. Und alles hatte seinen Reiz und seine Vorzüge. Alles vermochte auf seine eigene Art zufrieden zu machen und sich richtig anzufühlen.
Es war, als suchte man eine Antwort. Oder ein Ziel. Obgleich man wusste, dass es beides nicht gab.

Ich glaube, dass Sex die Verbindung ist. Die Verbindung zwischen all den Widersprüchen, die man in sich trägt. Dass es um Sex geht. Dass es immer um Sex geht. In einem vermutlich recht weit gefassten Verständnis von „Sex“. Ich glaube, dass Sex Gott ist. In einem vermutlich recht weit gefassten Verständnis von „Gott“.

Warum ich das jetzt hierhin schreibe? Weil ich’s weiterdenken will… irgendwann mal. Oder irgendwas damit anfangen will. Weil irgendwo in diesem Gedanken die Wand steckt, gegen die ich renne… und die Antwort, die ich suche…