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…und nachdem man mal wieder tausend Sachen gleichzeitig angefangen hatte, saß man da und wusste nicht weiter. Was wollte man eigentlich? War nicht alles, was man tat, nur vollkommen sinnloser Blödsinn? Verzichtbarer Quatsch. Bedeutungslos und überflüssig. Und es wollte nicht gelingen, sich selbst vom Gegenteil zu überzeugen. Es wollte nicht gelingen, sich selbst genug zu sein. Einfach so. Nur zu sein. Zu sein, weil man war und wie man war… und nichts sonst. Sollte man nicht lieber versuchen, irgendeine tatsächlich sinnvolle Beschäftigung zu finden? Irgendetwas zu tun, das dieses Gefühl vermittelte… dieses Gefühl… dieses… ja, welches Gefühl eigentlich? Dieses Gefühl, zu atmen. Und etwas tun zu wollen. Zu wissen, was man wollte. Und weshalb man es wollte. Dieses Gefühl, bei sich zu sein. Dieses Gefühl von Sicherheit. Klarheit. Dieses runde lächelnde Ding ohne Zweifel…

Hab‘ mich irgendwie verlegt. Hab‘ mich irgendwo verloren. Kann mich nicht erinnern, wo ich mich zum letzten mal sah. Auf dem Küchentisch vielleicht? Auf dem Bett? Oder draußen im Wald? Vielleicht bin ich unter’s Sofa gerutscht. Oder vor der Haustür auf den Boden gefallen. Doch ich hab‘ ja überall schon nachgeschaut. Hab‘ doch überall schon gesucht.
Ich hab‘ mich verlegt. Wahrscheinlich irgendwo verloren. Hab‘ keine Ahnung, wo ich bin. Hab‘ überall schon nachgeschaut. Vielleicht macht Weitersuchen keinen Sinn.