Der Frühling hatte lange auf sich warten lassen in diesem Jahr und als er endlich begann, sich zu zeigen und ganz langsam zu entfalten, wollte er doch nicht wirklich zu leuchten beginnen. Vielmehr blieb alles von Schleiern überzogen und durchwoben. Diese Art Schleier, die allem ein wenig Farbe nahm und die Welt in eine seltsame Blässe tauchte. In Ratlosigkeit. Verlorenheit. Seltsam graue Stille. 

[Und betäubt vom Gefühl der Unwirklichkeit suchte sie.
Suchte Halt.]

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Und sie stolperte durch neblige Frühlingstage, die um jeden kleinen Sonnenstrahl kämpften. Schaute zu, ob der Tag den Kampf wohl gewann, fiel dann in seine Schatten… und diese trugen sie davon.
An den Rand lichter Wälder, die sie verschlangen.
Und lächelnd ließ sie alles geschehen.
Ließ die Tage verstreichen, die Tage vergehen.
Folgte den Wolken am Himmel, flog über die Felder.
Flog mit den Schwänen. Flog mit den Krähen.
Unsichtbar durch neblige Frühlingstage…

Und während ihre Schwester von den Bäumen und Wäldern gerufen wurde, hörte sie die Schwäne, die ihr vom Wasser, dem Wind und der Luft erzählten. Von Weite und Leichtigkeit. Vom fließenden Sein.
[Und sie flüsterten zu ihr Tag und Nacht. Tag und Nacht. So vertraut und befremdlich. Und voll zögernder Sehnsucht versank sie darin.]

Es war eine seltsame Zeit im Jahr. Schnee und Kälte waren gegangen und die Welt verharrte in dieser kargen Trostlosigkeit des Winters, der seinen Zauber verloren hatte. Alles wartete. (Und das erste Grün, das irgendwo zwischen den verdorrten Blättern aufblitzte, versprach, dass dieses Warten nicht vergeblich sein würde…)

…it was a strange time of year. Snow and cold had gone and the world lingered in this barren desolation of winter that had lost its magic. Everything was waiting. (And the first green that flashed somewhere among the old withered leaves promised that this waiting would not be in vain…)

Sometimes there is a lot of overlap between Jurljin and Cherrytree project. Maybe that’s good to think about and become clearer to myself about what the real core of the respective projects is. Maybe it’s also good to think about whether the two projects actually merge into one project at some point.
[Maybe it’s also bad because sometimes it makes me feel like my thinking doesn’t make any sense and like not understanding myself.]

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