Diesen Punkt zu finden, an dem sie vollkommen nackt war. War es das, worum es ging? Den Punkt, an dem sie sich vollständig sehen konnte… sich erkennen konnte, weil es ihr gelungen war, alles abzulegen, was den Blick versperrte. Loslassen. Alles.
War es möglich, das auszuhalten? Wie weit konnte man gehen? Wie weit konnte sie gehen? Auf welchem Weg? Und wozu? Wozu? Glaubte sie wirklich, dabei etwas zu finden, zu gewinnen? Etwas, das einen Wert haben könnte? Für wen? Und was immer sie zu finden versuchte: ließ es sich teilen oder war man allein? Ging es darum, etwas zu erschaffen? Ging es darum, sich zu finden? Oder ging es nur darum, sich selbst zu zerstören? Schloss das Eine das Andere aus? War das gut? War das schlecht? Und war das alles nicht einfach nur sinnlos anstrengend? War sie müde?
Vielleicht hatte sie keine Lust mehr zu suchen… sie hatte Lust anzukommen.
Sie hatte Lust anzukommen. Boden zu spüren. Und Wärme. Und Leichtigkeit.
Loszulassen. Frei zu sein.
Vollkommen nackt. Ohne Angst.
Loszulassen.