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Sie suchte dieses Gefühl, barfuß durch den Schnee zu laufen. Weit und weiß. Und still. Durch den Schnee zu laufen. Schnee zu sein. Vom Wind immer weiter und weiter getrieben. Weit und still… und frei. Und die Schwäne auf dem gefrorenen Teich waren so weiß wie ihr Kleid. Und weiter, weiter… lief sie… weiter… bis zum Wald. Traf den Hirsch und stach ihn nieder. Und legte sich zu ihm, so weit… und so weiß… und so rot… und so schön… und so still… und so frei…

[Ich versuchte, etwas zu denken, das sich nicht denken ließ. Nicht in Worten. Nicht mit dem Verstand. Ich versuchte, etwas zu denken, das sich nicht verstehen ließ. Keine Form hatte. Keinen Sinn ergab. Etwas, das nicht existierte… und doch war es da. War so nah, war so klar.]

„Als sie im Schnee lag, wurde es still und die Schwäne auf dem gefrorenen Teich waren ebenso weiß wie ihr Kleid.“ murmelte mein Kopf und ich wusste nicht, was er mir sagen will. Ich wusste nur, dass ich ein Bild daraus machen wollte. Dass ich es festhalten wollte. Dass es eine Form haben sollte. Doch wie fand man die passende Form, wenn man den Inhalt nicht verstand?